Creole
Weltmusik
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2006
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INDIGO MASALA
Acoustic Asian World Fusion






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Braunschweiger Zeitung, 24. Mai 2004



Indigo setzte Stimmungen um

Kulturinitiative „TonArt“ lud zu indischer Musik ins Prinzenpalais Wolfenbüttel ein


Von Bengt Hagelstein

WOLFENBÜTTEL. Die Musiker des Ensembles Indigo entführten das Publikum während ihres von der Kulturinitiative „TonArt“ veranstalteten Konzerts im voll besetzten Festsaal des Prinzenpalais in klassische indische Klangwelten.

Drei Musiker bilden die Gruppe Indigo. Joachim Hübner aus Konstanz spielt die Bansuri (Bambusflöte), der Braunschweiger Yogendra die Sitar (indisches Gitarreninstrument) und Ravi Srinivasan die Tabla (indische Trommeln). Vor anderthalb Jahren war die Gruppe Indigo schon einmal auf Einladung von „TonArt“ im Prinzenpalais zu Gast.

Eine Indienreise Ende der achtziger Jahre festigte bei Hübner den Wunsch, diese Form der Musik zu erlernen. Hübner und Yogendra lernten sich in den neunziger Jahren am Aliakbar-College in Kalifornien kennen, wo beide Musik studierten, und entdeckten ihr gemeinsames Interesse an der indischen Instrumentalmusik. Dann steiß Srinivasan dazu und etwa 2001 formierte sich die heutige Band. Neben ihrer Zusammenarbeit im Ensemble Indigo haben alle Musiker auch noch andere Bandprojekte.

Die Musiker präsentierten klassische indische Ragas. Raga bedeutet „was den Geist färbt“. Innerhalb der einzelnen Kompositionen existieren feste Stimmungen, in deren Rahmen die Musiker improvisieren können. Immer wieder neu werden die vorgegebenen Töne in bestimmten Weisen kombiniert.

„Daher ist jede Aufführung anders“, verdeutlicht Joachim Hübner. Etwa 10% der Darbietung steht fest, der Rest ergibt sich aus der Kreativität der Musiker. Auch momentane Stimmungen können so in der Darbietung der Stücke umgesetzt werden.

Wichtig ist, dass der Musiker, anders als beispielweise beim Jazz, nie an Grenzen stößt, sondern sich quasi auf einem definierten Spielfeld bewegt und einen festgelegten „Harmonierahmen“ nicht verlassen darf. Neben den klassischen Stücken wurde das Konzert durch Gesangsstücke, in denen indische Mythen und Weisheiten verarbeitet wurden, und Eigenkompositionen aufgelockert.

Dieses Konzert war das erste von zwei indischen Abenden im Rahmen der Veranstaltungen der Kulturinitiative „TonArt“. Am 6. Juni, 19 Uhr, findet ebenfalls im Prinzenpalais ein weiterer indischer Abend statt, der den Schwerpunkt jedoch auf die Darbietung indischen Gesangs legt.

Infos: www.india-instruments.de