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Braunschweiger
Zeitung, 24. Mai 2004
Indigo
setzte Stimmungen um
Kulturinitiative
„TonArt“ lud zu indischer Musik ins Prinzenpalais
Wolfenbüttel ein
Von
Bengt Hagelstein
WOLFENBÜTTEL. Die Musiker des
Ensembles Indigo entführten das Publikum während ihres
von der Kulturinitiative „TonArt“ veranstalteten
Konzerts im voll besetzten Festsaal des Prinzenpalais in
klassische indische Klangwelten.
Drei Musiker bilden die
Gruppe Indigo. Joachim Hübner aus Konstanz spielt die Bansuri
(Bambusflöte), der Braunschweiger Yogendra die Sitar
(indisches Gitarreninstrument) und Ravi Srinivasan die Tabla
(indische Trommeln). Vor anderthalb Jahren war die Gruppe Indigo
schon einmal auf Einladung von „TonArt“ im
Prinzenpalais zu Gast.
Eine Indienreise Ende der achtziger
Jahre festigte bei Hübner den Wunsch, diese Form der Musik zu
erlernen. Hübner und Yogendra lernten sich in den neunziger
Jahren am Aliakbar-College in Kalifornien kennen, wo beide Musik
studierten, und entdeckten ihr gemeinsames Interesse an der
indischen Instrumentalmusik. Dann steiß Srinivasan dazu und
etwa 2001 formierte sich die heutige Band. Neben ihrer
Zusammenarbeit im Ensemble Indigo haben alle Musiker auch noch
andere Bandprojekte.
Die Musiker präsentierten
klassische indische Ragas. Raga bedeutet „was den Geist
färbt“. Innerhalb der einzelnen Kompositionen
existieren feste Stimmungen, in deren Rahmen die Musiker
improvisieren können. Immer wieder neu werden die
vorgegebenen Töne in bestimmten Weisen kombiniert.
„Daher
ist jede Aufführung anders“, verdeutlicht Joachim
Hübner. Etwa 10% der Darbietung steht fest, der Rest ergibt
sich aus der Kreativität der Musiker. Auch momentane
Stimmungen können so in der Darbietung der Stücke
umgesetzt werden.
Wichtig ist, dass der Musiker, anders als
beispielweise beim Jazz, nie an Grenzen stößt, sondern
sich quasi auf einem definierten Spielfeld bewegt und einen
festgelegten „Harmonierahmen“ nicht verlassen darf.
Neben den klassischen Stücken wurde das Konzert durch
Gesangsstücke, in denen indische Mythen und Weisheiten
verarbeitet wurden, und Eigenkompositionen aufgelockert.
Dieses
Konzert war das erste von zwei indischen Abenden im Rahmen der
Veranstaltungen der Kulturinitiative „TonArt“. Am 6.
Juni, 19 Uhr, findet ebenfalls im Prinzenpalais ein weiterer
indischer Abend statt, der den Schwerpunkt jedoch auf die
Darbietung indischen Gesangs legt.
Infos:
www.india-instruments.de
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