Sarod Kanailal & Sons Standard

Das ideale Instrument für Einsteiger: ansprechender Klang und solide Material- und Verarbeitungsqualität in einem unübertroffen günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Nach Ansicht vieler professioneller Sarodisten hat Kanailal & Sons die klassische Marke Hemen um das Jahr 2010 herum als beste Wahl für hochklassige Sarods verdrängt. Mit einer Kanailal Standard Sarod bekommen Sie ansprechender Klang und solide Material- und Verarbeitungsqualität in einem unübertroffen günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Klangbeispiel einer Sarod Kanailal & Sons Standard

Ausstattung

Korpus, Hals und Wirbelkasten aus mittel- bis dunkelbraun gebeiztem Tun-Holz mit hochglanzpolierten Schelllackoberflächen, Korpusbespannung mit Ziegenhaut, verchromtes bundloses Metallgriffbrett, 4 Melodiesaiten, 4 Bordunsaiten, 2 Chikarisaiten, 15 Resonanzsaiten, Saitenhalter und abschraubbarer oberer Resonator aus poliertem Messing.

Allgemeine Angaben

Ein bundloses Metallgriffbrett und die Ziegenhautbespannung sorgen für den einzigartigen Klang der Sarod: voll, kräftig, strahlend, metallisch, mit langem Sustain und differenziertesten melodischen Artikulationsmöglichkeiten. Dank der Bordunsaiten und der Anschlagtechnik mit einem großen Plektrum kann die Sarod auch sehr rhythmisch, ja fast perkussiv gespielt werden. Sie ist neben der Sitar das wichtigste Melodieinstrument der klassischen nordindischen Musiktradition und gewann in den letzten Jahrzehnten durch große Virtuosen wie Ali Akbar Khan oder Amjad Ali Khan auch im Westen an Bekanntheit. Nach Bau und Besaitung wird zwischen Sarods mit 25 Saiten im Maihar-Stil von Ali Akbar Khan und denen mit 19 - 23 Saiten von Amjad Ali Khan oder Buddhdadev Dasgupta unterschieden.

Bau
Korpus, Hals und Wirbelkasten aus Tun- oder Teakholz gehen ineinander über. Manchmal sind sie aus einem Stück gearbeitet. Solche Instrumente nennt man One-Piece Sarod. Verbreiteter ist eine Konstruktion, bei der der Wirbelkasten an den Hals angesetzt wird - die sogenannte Two-Piece Sarod. Die Meinungen gehen auseinander ob One-Piece oder Two-Piece Sarods besser seien. Der Unterschied ist von außen praktisch nicht mehr zu erkennen, nachdem das Holz gefärbt und lackiert ist. Da Herstellerangaben nicht immer verlässlich sind und wir keine unsicheren Behauptungen über unsere Instrumente aufstellen möchten, verzichten wir auf eine Unterscheidung zwischen diesen beiden Arten der Konstruktion.

Der Korpus ist mit Ziegenhaut bespannt. Darauf steht ein dünner Steg. Die Saiten laufen über und durch diesen Steg. Auf dem Hals sitzt eine polierte Stahlplatte als Griffbrett. Am oberen Halsende ist ein zusätzlicher Resonator angeschraubt, meist aus Messing. Wie viele andere indische Saiteninstrumente hat die Sarod außer den Spielsaiten auch zahlreiche Resonanzsaiten, die beim Spielen lediglich mitschwingen und eine Art eingebauten Halleffekt erzeugen. Die Resonanzsaiten laufen in eine Reihe von Löchern im Griffbrett und werden mit kleineren Wirbeln seitlich im Korpus gestimmt.

Formen von Sarods
Heutzutage sind zwei verschiedene Formen von Sarods verbreitet, die sich leicht in Bau und Besaitung unterscheiden. Sarods im Maihar Stil wurden von Ali Akbar Khan und seinen Schülern bekannt gemacht. Sie haben 25 Saiten - 4 Melodie-, 4 Bordun-, 2 Rhythmus- und 15 Resonanzsaiten. Alle Saods in unserem regulären Sortiment sind im Maihar Stil.

Amjad Ali Khan, Buddhdadev Dasgupta und ihre Schüler spielen Sarods mit 19 bis 23 Saiten. Sie haben ebenfalls 4 Melodie- und 2 Rhythmussaiten, aber weniger Bordun- und Resonanzsaiten. Ihre Wirbelkästen tragen nur 6 Hauptwirbel und sind daher erheblch kürzer als die der Maihar Sarods mit ihren 8 Hauptwirbeln. Wir führen diese Amjad Sarods nicht in unserem Sortiment, besorgen sie aber gerne auf Bestellung.

Hersteller

KANAILAL & SONS Firmengründer Bhowmick stammt aus dem heutigen Bangladesh und begann seien Laufbahn ursprünglich als Schreiner. Nach der indischen Unabhängigkeit und Teilung ging er nach Kalkutta und lernte bei den renommierten Instrumentenbauern Hiren Roy und Radha Krishna Sharma. Sein eigenes Geschäft in Howrah, dem Nachbarort von Kalkutta am gegenüber liegenden Gangesufer, das er heute mit seinen drei Söhnen Subhas, Mintu und Ashutosh führt, hat sich vor allem seit der Jahrtausendwende in Musikerkreisen einen guten Ruf für hochwertige Sarods und Sitars erworben.

Kanailal & Sons steht in keiner direkten Beziehung zum legendären Sitar-, Surbahar- und Rudra-Vina-Bauer Kanailal & Brother, der 1995 mangels Nachfolge geschlossen hat.

Stimmung

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Sarod Stimmung Maihar / Ali Akbar Khan Style

Größe

Maße: Länge 117 cm, Breite 30 cm, Tiefe 18 cm, Gewicht: 3,9 kg
Jedes Instrument ist ein handgearbeitetes Einzelstück, das individuell von den hier gemachten Angaben abweichen kann.

Spieltechnik

Die Sarod ist ein Zupfinstrument, das man im Schneidersitz im Schoß hält. Zum Anschlagen der Saiten wird ein Plektrum aus Kokosnuss benutzt, das eine große Fülle rhythmisch komplexer Anschlagsvarianten ermöglicht. Der typische klare, metallische und lang anhaltende Klang entsteht durch abdrücken der Saiten auf das Metallgriffbrett mit den Fingernägeln und nicht (wie z.B. bei Gitarre oder Geige) mit den Fingerspitzen. Eine andere spieltechnische Besonderheit ist das Gleiten mit einem Finger entlang der Saiten auf dem bundlosen Griffbrett. Damit werden all die Verzierungen und Mikrointervalle erzeugt, die in der indischen Musik so wichtig sind.