Dilruba Monoj Kumar Sardar Pro

Die Dilruba Pro von Monoj Kumar Sardar bietet eine hochwertige Material- und Verarbeitungsqualität und einen vollen, kräftigen, runden Klang. Die mechanischen Stimmwirbel für alle Saiten ermöglichen recht einfach ein sehr genaues Stimmen. Allerdings wird das Instrument dadurch auch etwas schwerer als Modelle mit traditionellen Holzwirbeln.

EU: 689 € (inkl. Bogen)
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Non-EU: 578,99 € (inkl. Bogen)
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Für die Resonanzsaiten ist sie mit Mechaniken anstelle der traditionellen Holzwirbel ausgestattet. Dadurch wird das Stimmen der Resonanzsaiten erheblich einfacher. Außerdem bleibt die Stimmung stabiler, denn die traditionellen Holzwirbel können bei Transporten oder bei Schwankungen in Temperatur oder Luftfeuchtigkeit leicht verrutschen.

Ausstattung

Dunkel gebeiztes Tun-Holz, hochglanzpolierte Schelllackoberflächen, Korpusbespannung aus Ziegenhaut, Stege und Brücke aus Kunststoff, Bünde aus Neusilber, Wirbelkopf mit 6 Mechaniken für die Spielsaiten und 5 Resonanzsaitenwirbeln, 15 Resonanzsaitenmechaniken auf seitlich angeschraubter Leiste, Saitenhalter aus Metall, Einlegearbeiten aus graviertem Zelluloid, Korpusrückseite mit geschnitzter Verzierung.

Das Instrument wird inklusive einfachem Bogen geliefert. Der Bogen genügt indischen Qualitätsstandards, ist aber nicht mit hochwertigen klassisch-westlichen Bögen zu vergleichen. U.a. ist die Verstellmöglichkeit des Frosches relativ gering, so dass sich der Bogen nur relativ lasch spannen lässt. Die Spannmechanik darf deshalb nur vorsichtig und ohne Kraftaufwand gedreht werden. Versuche, den Bogen mit etwas Kraftaufwand darüber hinaus weiter zu spannen, können zur Beschädigung der Spannmechanik führen.

Allgemeine Angaben

Bau
Die Dilruba hat in Aufbau und Spielweise grosse Ähnlichkeit mit der Esraj - s.u.. Allerdings hat sie einen etwas größeren eckigen Resonanzkörper, ist meist insgesamt ein wenig größer gebaut und mit 20 statt mit 15 Resonanzsaiten versehen. Dadurch ist sie im Klang deutlich kräftiger als die Esraj.

Geschichte
Die Dilruba ist vermutlich in der Mogul-Zeit im nordöstlichen Indien entstanden. Möglicherweise ist sie eine Weiterentwicklung der älteren Taus, deren schwerer pfauenförmiger Korpus durch einen kompakteren, leichteren Resonanzkörper ersetzt wurde. Im 20. Jahrhundert gewann die Dilruba auch in der afghanischen Musik eine gewisse Popularität. Sie wurde und wird zur Begleitung von semi-klassischem und religiösem Gesang verwendet, vor allem von Sikh-Musikern.

Hersteller

MONOJ KUMAR SARDAR & BROTHERS ist ein manufakturartiger Instrumentenbau- und Handelsbetrieb in dritter Generation in der Altstadt von Kalkutta. Die vier namensgebenden Brüder sind allesamt gelernte Instrumentenbauer und haben sich jeweils auf unterschiedliche Instrumente spezialisiert. Selbst gebaut werden vor allem Sitars, Tanpuras, Esrajs, Dilrubas, Harmoniums und Shrutiboxen. Beim Firmenchef Monoj Kumar Sardar bekommt man aber auch sonst fast alles, was in Indien an Instrumenten gebaut wird. Aufgrund unserer langjährigen Zusammenarbeit bekommen wir heute von Monoj Kumar Sardar Instrumente, die mit zuverlässig hoher Verarbeitungsqualität und guten Klangeigenschaften den Vergleich mit anderen renommierten Marken nicht zu scheuen brauchen.

Stimmung

Dilrubas sind kaum standardisiert - es gibt sehr unterschiedliche Größen und Besaitungen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die bei India Instruments erhältlichen Dilrubas. Der Grundton Sa wird auf c gestimmt - darauf beziehen sich die u.g. westlichen Tonbezeichnungen. Wie bei Sitars kann der Grundton aber frei im Bereich zwischen c und d gewählt werden.

Spielsaiten:
1. tiefes ma - f - Stahl 0,40 mm
2. & 3. tiefes Sa - c - Bronze 0,40 mm
4. ganz tiefes Pa - G - Bronze 0,55 mm
5. tiefes Pa - g - Stahl 0,30 mm
6. Sa - c' - Stahl 0,27 mm

Seitliche Resonanzsaiten (alle Stahl 0,22 mm):
1. tiefes ma - f
2. tiefes Pa - g
3. tiefes Dha - a
4. tiefes Ni - h / b
5. Sa - c'
6. Re - d'
7. Ga - e'
8. ma - f'
9. & 10. Pa - g'
11. Dha - a'
12. Ni - h' / b'
13. hohes Sa - c''
14. hohes Re - d''
15. hohes Ga - e''

Die Doppelstimmung der 9. & 10. Saite kann alternativ auch für einen anderen Ton verwendet werden, der im jeweiligen Raga wichtig ist, oder für erhöhte und erniedrigte Varianten des gleichen Tones.

Lange Resonanzsaiten (alle Stahl 0,22 mm):
1. tiefes ma - f
2. tiefes Pa - g
3. tiefes Dha - a
4. tiefes Ni - h / b
5. Sa - c'

Eine etwas abweichende alternative Stimmung zeigt die folgende Grafik von Brian Godden. Die Saitenstärken sind darin in angelsächsischen Zoll angegeben. Die 3. und 5. Spielsaite fehlen.



Dilruba Tuning

Größe

Maße: Länge 100 cm, Breite 20 cm, Tiefe 16 cm, Gewicht: ca. 2,5 kg
Jedes Instrument ist ein handgearbeitetes Einzelstück, das individuell von den hier gemachten Angaben abweichen kann.