Sarangi Premium

Sarangis werden in Indien heute nur noch sehr selten gebaut und es ist schwierig, überhaupt spielbare Instrumente zu bekommen. Lange Zeit konnte auch India Instruments nur einfach verarbeitete Sarangis aus Lucknow anbieten. Unsere seit 2010 erhältliche Sarangi Premium aber ist ein qualitativ hochwertiges Instrument für professionelle Ansprüche.

EU: 869 € (inkl. Bogen)
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Non-EU: 730,25 € (inkl. Bogen)
zzgl. 30.20 € Versandkosten innerhalb Europa / Übersee auf Anfrage

Sie überzeugt durch feine Verarbeitung, Liebe zum Detail und einen ausgewogenen vollen Klang. Dank des immer noch relativ günstigen Preises kommt sie sowohl für qualitätsbewusste Einsteiger in Frage, als auch als Alternative zu einer eventuell schon vorhandenen Sarangi mit klanglichen oder funktionalen Mängeln.

Klangbeispiel einer Sarangi

Ausstattung

Seidenmatt lackierter durchgehender Korpus aus Tun-Holz, Resonanzraum mit Ziegenhaut bespannt, Stege und Brücken aus Kunststoff, Korpusrückseite zwischen Resonanzraum und Wirbelkasten mit Gravuren verziert, 4 Hauptspielwirbel, 3 Hauptspielsaiten aus Darm, 24 seitliche und 11 obere Resonanzsaitenwirbel mit Resonanzsaiten aus Stahl, Einlegearbeiten aus graviertem Zelluloid, inklusive Bogen und Feinstimmer Narka

Allgemeine Angaben

Bau
Die Sarangi hat einen kompakten durchgehenden Holzkorpus, der im unteren Bereich mit Ziegenhaut als Resonanzdecke bespannt ist. Auf dieser Membrandecke steht ein Steg, der drei dicke Darmsaiten trägt, auf denen die Melodie gegriffen wird. Allerdings gibt es kein Griffbrett oder Bünde, sondern die Saiten werden seitlich mit den Nagelbetten von Zeige-, Mittel- und Ringfinger der linken Hand abgedrückt. In Schwingung versetzt werden die Saiten mit einem relativ kurzen kräftigen Bogen. Außer den drei Melodiesaiten hat die heutige Sarangi noch etwa 35 stählerne Resonanzsaiten, die dem Instrument einen besonders ausgeprägten Nachhall geben. Meist sitzen 24 Resonanzsaitenwirbel in drei Reihen seitlich am Korpus. 11 weitere Resonanzsaitenwirbel sitzen oben am Wirbelkasten und laufen über zwei separate Brücken.

Geschichte
Der scharfe, leicht näselnde Ton der Sarangi ist eine der eindrucksvollsten und ungewöhnlichsten Klangfarben, die die indische Musik hervorgebracht hat. Lange Zeit war die Sarangi fast ausschließlich ein untergeordnetes Instrument zur Gesangs- und Tanzbegleitung. Erst im 20. Jahrhundert hat sie auch einen Platz als klassisches Soloinstrument bekommen. Trotz ihres dadurch enorm gestiegenen Status ist die Sarangi heute vom Aussterben bedroht. Als Begleitinstrument ist sie fast völlig durch das Harmonium verdrängt worden. Das Harmonium kann zwar keine gleitenden Tonbewegungen artikulieren, ist aber unendlich viel leichter zu spielen als die Sarangi. Von daher gibt es heute kaum noch traditionelle Sarangispielerfamilien und auch sehr wenige Sarangispieler aus anderen Kreisen.

Hersteller

Die Sarangi Premium besorgt Paloma für uns von einem anonymen Hersteller.

PALOMA ist der internationale Markenname für Instrumente von Haribhau Vishwanath aus Mumbai (früher Bombay). Haribhau Vishwanath wurde 1925 als kleines Reparaturgeschäft gegründet und hat sich im Lauf der Jahrzehnte zu einem der führenden indischen Harmoniumbauer entwickelt. Daneben werden noch Shrutiboxen, Santurs, Swarmandals und einige Trommeln gebaut. Haribhau Vishwanath ist aber auch im Instrumentenhandel aktiv und besorgt uns einige selten nachgefragte Instrumente, bei denen sich ein Direkteinkauf beim Hersteller nicht lohnen würde. Dank guter Infrastruktur und langer Erfahrung in Instrumentenbau, Handel und internationalem Versand liefert Haribhau heute alle gängigen Harmoniummodelle und viele weitere Instrumente in gleichbleibend hoher Verarbeitungsqualität und glänzt zudem noch mit attraktiven Innovationen wie z.B. dem Harmonium Compactina oder einer speziellen seidenmatten Oberflächenbehandlung. Haribhau Vishwanath ist seit 2005 Partner von India Instruments.

Stimmung

Sarangis sind kaum standardisiert - es gibt sehr unterschiedliche Größen und Besaitungen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die bei India Instruments erhältlichen Sarangis. Der Grundton Sa wird auf c gestimmt - darauf beziehen sich die u.g. westlichen Tonbezeichnungen. Wie bei Sitars kann der Grundton aber frei im Bereich zwischen c und d gewählt werden.

Spielsaiten
(alle Darm):
1. Sa - c (Hauptspielsaite)
2. tiefes Pa - G
3. tiefes Sa - C

Resonanzsaiten (alle Stahl 0,30 mm) obere seitliche Wirbelreihe:
1. Sa - c
2. Re - d
3. Ga - e
4. Ma - f
5. Pa - g
6. Dha - a
7. Ni - h
8. hohes Sa - c'
9. hohes Re - d'

Resonanzsaiten (alle Stahl 0,30 mm) mittlere und untere seitliche Wirbelreihe:
1. tiefes Pa - G
2. tiefes Dha - A
3. tiefes Ni - H
4. Sa - c
5. Re - d
6. komal Ga - es
7. shuddha Ga - e
8. shuddha Ma - f
9. tivra Ma - fis
10. Pa - g
11. Dha - a
12. Ni - h
13. hohes Sa - c'
14. hohes Re - d'
15. hohes Ga - e'

Resonanzsaiten (alle Stahl 0,30 mm) oben rechte und linke kleine Zusatzbrücke:
Die Stimmung dieser Saiten wird relativ frei gehandhabt - je nachdem, welche Töne hervorgehoben werden sollen. Da alle Saiten gleich lang und gleich dick sind, ist der Tonumfang meist auf den Raum zwischen Sa und Pa begrenzt.

Eine abweichende alternative Stimmung zeigt die folgende Grafik von Brian Godden. Die Saitenstärken sind darin in angelsächsischen Zoll angegeben. Eine Besonderheit ist die als Chikari fungierende 4. Spielsaite.



Sarangi Tuning

Größe

Maße: Länge 68 cm, Breite 22 cm, Tiefe 16 cm, Gewicht: 2,6 kg, Gewicht mit Koffer: 6,5 kg
Jedes Instrument ist ein handgearbeitetes Einzelstück, das individuell von den hier gemachten Angaben abweichen kann.