Sarangi Lucknow

Sarangis werden in Indien heute nur noch sehr selten gebaut und es ist schwierig, überhaupt spielbare Instrumente zu bekommen. Unsere Sarangi Lucknow ist ein funktional einwandfreies Instrument mit schönem Ton in einfacher Verarbeitungsqualität. Sie ist ideal für den preiswerten Einstieg ins Sarangispiel.

EU: 489 € (inkl. Bogen)
inkl. Mwst., zzgl. 16.90 € Versandkosten innerhalb Deutschland / 30.20 € innerhalb Europa
Non-EU: 410,92 € (inkl. Bogen)
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Klangbeispiel einer Sarangi

Ausstattung

Lackierter durchgehender Korpus aus Tun-Holz, Resonanzraum mit Ziegenhaut bespannt, Stege und Brücken aus Kunststoff, 4 Hauptspielwirbel, 3 Hauptspielsaiten aus Darm, 24 seitliche und 11 obere Resonanzsaitenwirbel mit Resonanzsaiten aus Stahl, Einlegearbeiten aus graviertem Zelluloid, inklusive Bogen und Feinstimmer Narka

Allgemeine Angaben

Bau
Die Sarangi hat einen kompakten durchgehenden Holzkorpus, der im unteren Bereich mit Ziegenhaut als Resonanzdecke bespannt ist. Auf dieser Membrandecke steht ein Steg, der drei dicke Darmsaiten trägt, auf denen die Melodie gegriffen wird. Allerdings gibt es kein Griffbrett oder Bünde, sondern die Saiten werden seitlich mit den Nagelbetten von Zeige-, Mittel- und Ringfinger der linken Hand abgedrückt. In Schwingung versetzt werden die Saiten mit einem relativ kurzen kräftigen Bogen. Außer den drei Melodiesaiten hat die heutige Sarangi noch etwa 35 stählerne Resonanzsaiten, die dem Instrument einen besonders ausgeprägten Nachhall geben. Meist sitzen 24 Resonanzsaitenwirbel in drei Reihen seitlich am Korpus. 11 weitere Resonanzsaitenwirbel sitzen oben am Wirbelkasten und laufen über zwei separate Brücken.

Geschichte
Der scharfe, leicht näselnde Ton der Sarangi ist eine der eindrucksvollsten und ungewöhnlichsten Klangfarben, die die indische Musik hervorgebracht hat. Lange Zeit war die Sarangi fast ausschließlich ein untergeordnetes Instrument zur Gesangs- und Tanzbegleitung. Erst im 20. Jahrhundert hat sie auch einen Platz als klassisches Soloinstrument bekommen. Trotz ihres dadurch enorm gestiegenen Status ist die Sarangi heute vom Aussterben bedroht. Als Begleitinstrument ist sie fast völlig durch das Harmonium verdrängt worden. Das Harmonium kann zwar keine gleitenden Tonbewegungen artikulieren, ist aber unendlich viel leichter zu spielen als die Sarangi. Von daher gibt es heute kaum noch traditionelle Sarangispielerfamilien und auch sehr wenige Sarangispieler aus anderen Kreisen.

Hersteller

Die Sarangi Lucknow besorgt MONOJ KUMAR SARDAR & BROTHERS für uns von einem anonymen Hersteller aus Lucknow. Monoj Kumar Sardar & Brothers ist ein manufakturartiger Instrumentenbau- und Handelsbetrieb in dritter Generation in der Altstadt von Kalkutta. Die vier namensgebenden Brüder sind allesamt gelernte Instrumentenbauer und haben sich jeweils auf unterschiedliche Instrumente spezialisiert. Selbst gebaut werden vor allem Sitars, Tanpuras, Esrajs, Dilrubas, Harmoniums und Shrutiboxen. Beim Firmenchef Monoj Kumar Sardar bekommt man aber auch sonst fast alles, was in Indien an Instrumenten gebaut wird. Aufgrund unserer langjährigen Zusammenarbeit bekommen wir heute von Monoj Kumar Sardar Instrumente, die mit zuverlässig hoher Verarbeitungsqualität und guten Klangeigenschaften den Vergleich mit anderen renommierten Marken nicht zu scheuen brauchen.

Stimmung

Sarangis sind kaum standardisiert - es gibt sehr unterschiedliche Größen und Besaitungen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die bei India Instruments erhältlichen Sarangis. Der Grundton Sa wird auf c gestimmt - darauf beziehen sich die u.g. westlichen Tonbezeichnungen. Wie bei Sitars kann der Grundton aber frei im Bereich zwischen c und d gewählt werden.

Spielsaiten (alle Darm):
1. Sa - c (Hauptspielsaite)
2. tiefes Pa - G
3. tiefes Sa - C

Resonanzsaiten (alle Stahl 0,30 mm) obere seitliche Wirbelreihe:
1. Sa - c
2. Re - d
3. Ga - e
4. Ma - f
5. Pa - g
6. Dha - a
7. Ni - h
8. hohes Sa - c'
9. hohes Re - d'

Resonanzsaiten (alle Stahl 0,30 mm) mittlere und untere seitliche Wirbelreihe:
1. tiefes Pa - G
2. tiefes Dha - A
3. tiefes Ni - H
4. Sa - c
5. Re - d
6. komal Ga - es
7. shuddha Ga - e
8. shuddha Ma - f
9. tivra Ma - fis
10. Pa - g
11. Dha - a
12. Ni - h
13. hohes Sa - c'
14. hohes Re - d'
15. hohes Ga - e'

Resonanzsaiten (alle Stahl 0,30 mm) oben rechte und linke kleine Zusatzbrücke:
Die Stimmung dieser Saiten wird relativ frei gehandhabt - je nachdem, welche Töne hervorgehoben werden sollen. Da alle Saiten gleich lang und gleich dick sind, ist der Tonumfang meist auf den Raum zwischen Sa und Pa begrenzt.

Eine abweichende alternative Stimmung zeigt die folgende Grafik von Brian Godden. Die Saitenstärken sind darin in angelsächsischen Zoll angegeben. Eine Besonderheit ist die als Chikari fungierende 4. Spielsaite.

Sarangi Tuning

Größe

Maße: Länge 67 cm, Breite 21 cm, Tiefe 16 cm, Gewicht: 2,9 kg
Jedes Instrument ist ein handgearbeitetes Einzelstück, das individuell von den hier gemachten Angaben abweichen kann.