Kanailal & Sons GP

Ein wunderschönes, sehr edles Instrument für Liebhaber des Vilayat-Khan-Stils mit gehobenen Ansprüchen. Typisch ist die strenge Formgebung und der schlanke, kompakte und griffige Ton mit gutem Sustain und grosser dynamischer Bandbreite.

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Dieses Klangideal hat sich in Indien in den letzten Jahrzehnten mit der allgemeinen Verbreitung von Mikrofonen und Verstärkersystemen auf den Konzertbühnen allgemein durchgesetzt. Die etwas dickere Korpusdecke (Tabli), die für diesen Klang besonders wichtig ist, erfordert eine längere Einspielzeit, bevor sich der Ton voll zu entfalten beginnt. Allerdings überzeugen gerade die Vilayat Khani Sitars von Kanailal & Sons auch schon von Anfang an mit einem recht vollen, runden Klangbild.

Klangbeispiel Kanailal & Sons Vilayat Khani

Ausstattung

Dunkelbraun gebeiztes Tun-Holz, hochglanzpolierte Schelllack­­­ober­­flächen, 6 Spielsaiten, 7 Spielwirbel, 12 Resonanzsaiten, Einlege­arbeiten aus Perlmuttimitat und Zelluloid, glatter Halsansatz, klassisch-schlichtes Design, kräftige Hornbrücken. Resonanz­saiten­führung in den Hals in stumpfem Winkel über einrisssichere Minibrücken; dadurch reduzierte Saitenreißneigung. Ohne oberen Resonator.

Allgemeine Angaben

Enormen Einfluss auf den Klang jeder Sitar hat der Winkel, in dem die Brückenoberfläche (Jowari) abgeschliffen ist. Wenn die Oberflächen­wölbung starke Teilschwingungen der Saite auf der Brücke erlaubt, dann entsteht ein sehr obertonreicher, schnarrender oder sirrender Ton und man spricht von einem offenen Jowari. Dieser Klang wurde von Ravi Shankar populär gemacht und wird im Westen oft als typischer Sitarklang empfunden. Bei einem sogenannten geschlossenen Jowari entstehen dagegen weniger Obertöne und der Ton ist klar, prägnant und singend. Für den Vilayat-Khan-Stil ist dieser recht trockene Ton charakteristisch, deshalb werden unsere Markensitars in diesem Stil mit einem eher geschlossenen Jowari geliefert. Bei regelmässigem intensivem Spiel graben sich die Saiten im Laufe der Zeit durch Abriebprozesse Furchen in die Oberfläche traditioneller Horn- oder Knochenbrücken und verändern damit die relative Offenheit oder Geschlossenheit des Jowaris. Durch gezieltes Nachschleifen kann der ursprüngliche Klang wieder hergestellt oder ein anderer Wunschklang eingestellt werden.

Hersteller

KANAILAL & SONS - Firmengründer Kanailal Bhowmick stammt aus dem heutigen Bangladesh und begann seien Laufbahn ursprünglich als Schreiner. Nach der indischen Unabhängigkeit und Teilung ging er nach Kalkutta und lernte bei den renommierten Instrumenten­bauern Hiren Roy und Radha Krishna Sharma. Sein eigenes Geschäft in Howrah, dem Nachbarort von Kalkutta am gegenüber liegenden Gangesufer, das er heute mit seinen drei Söhnen Subhas, Mintu und Ashutosh führt, hat sich vor allem seit der Jahrtausend­wende in Musikerkreisen einen guten Ruf für hochwertige Sarods und Sitars erworben.

Kanailal & Sons steht in keiner direkten Beziehung zum legendären Sitar-, Surbahar- und Rudra-Vina-Bauer Kanailal & Brother, der 1995 mangels Nachfolge geschlossen hat.

Größe

Maße: Länge 121 cm, Breite 34 cm, Tiefe 30 cm, Gewicht: ca. 2,8 kg
Jedes Instrument ist ein handgearbeitetes Einzelstück, das individuell von den hier gemachten Angaben abweichen kann.